Tarmuz" erzählt von den Dschinn aus 1001 Nacht: Drei Dschinn (Geister) werden in kupferne Flaschen eingesperrt. Verkörpert von
Tänzerinnen aus drei Kulturen kämpfen sie um ihre Freiheit. In einer aufregenden und farbenprächtigen Geschichte treffen arabisch-orientalische Tänze und Rythmen auf den heißen andalusischen Flamenco und den tiefgründigen musikalischen und tänzerischen Zauber des Kathak aus Indien. Den Ursprung der arabischen Erzählungen aus 1001 Nacht vermutet man in den noch älteren “1000
Geschichten” des antiken Persien und Indien. Zur Zeit des legendären Kalifen Harun al Raschid wiederum dehnte sich das moslemische Reich bis nach Afrika und Andalusien aus. Daher gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Indien, dem orientalischen Kulturraum und Südspanien, die sich z.B. in der maurischen Architektur ausdrücken. Indische und orientalische Tänzer und Musiker beeinflussten sich
ihrerseits , und der später entstandene Flamenco profitierte von beiden Kunstformen. Der so entstandene kulturelle Reichtum ist ein bedeutendes Erbe, an das es sich gerade heute zu erinnern lohnt. Insofern lag es nahe, eine tänzerische und musikalische Realisierung des Projektes durch Künstler aus allen drei Kulturbereichen anzustreben. |